(17.10.2020)

Saisonstart 2020/21

Nach 7 Monaten Pause startet der Ski-Weltcup wieder. Los geht es, auch in der heuer etwas anderen Saison, wieder mit dem Riesentorlauf in Sölden. 

Für die Riesentorläufer stehen heuer viele Doppelveranstaltungen (Val d‘ Isere, Adelboden, Bansko) auf dem Programm. Weiters gibt es großteils die Trennung Speed-Fahrer und Techniker, wodurch zB der RTL in Garmisch-Partenkirchen weg fällt. Auch wird es keine Kombinationen und nur ein Parallelrennen (in Zürs Mitte November) geben.

Im Starthaus von Sölden beginnt die neue Weltcupsaison 2020/21

Die letzte Saison 2019/20 wurde wegen Corona vorzeitig abgebrochen. Für die Riesentorläufer fielen die Rennen in Kranjska Gora (SLO) und Cortin d‘ Ampezzo (ITA) aus. Roli beendete die Saison mit dem 17. Platz in der RTL-Wertung als bester Österreicher. Sein Highlight in den klassischen Riesentorläufen war der 6. Platz beim RTL-Klassiker in Adelboden (SUI) mit Laufbestzeit im 2. Durchgang. Ansonsten gab es Plätze zwischen 13 und 23. Beim Parallel-RTL in Alta Badia konnte Roli mit Rang 3 sein erstes Weltcup-Podium erreichen. Wie sieht Roli, mit 7 Monaten Abstand, die Saison 2019/20: „Grundsätzlich positiv. Nach der schlechten Ausgangsposition (Anm.: Startnummer 53 in Sölden) kann ich sicher soweit zufrieden sein. Die Unsicherheit nach der schlechten Saison 18/19 habe ich umgemünzt und wieder auf meine Stärken vertraut und konstant gepunktet. Aber trotzdem habe ich sicher noch etwas liegen gelassen“.

 

Vieles neu in der neuen Saison

Morgen geht’s also los: Die Saison startet mit dem RTL in Sölden. Wie geht es Roli aktuell? „Soweit alles ok. Körperlich ist es über den ganzen Sommer hinweg gut gewesen. Einzig auf meinem Rücken muss ich immer etwas aufpassen, aktuell haben wir das aber gut im Griff. Das viele Skitraining im Sommer konnte erfreulicherweise wie geplant durchgezogen werden".

Und wie unterscheidet sich das Training in Corona-Zeiten vom normalen Training? „Am Schnee und auf der Piste ist eigentlich nicht viel anders. Die einzige Änderung ist die Maskenpflicht bei der Liftfahrt. Beim Konditionstraining im Sommer gab es natürlich Einschnitte. Trainiert wurde viel zu Hause oder in kleineren Gruppen. Und es galt sich natürlich an die Regeln zu halten".

 

Nach 23 Jahren auf Fischer-Skiern gab es bei Roli heuer einen Materialwechsel. Er ist jetzt auf Salomon unterwegs. Wie geht es mit dem neuen Material? Roland: „Ich finde, dass alles sehr gut läuft. Das Package funktioniert soweit gut. Man ist natürlich aber auf der Suche nach Feinheiten. Wir sind sicherlich noch mitten drin, um es noch besser zu machen. Aber das Grundniveau vom gesamten Package ist sehr gut. Der Ski funktionierte auch bei anderen Läufern in den letzten Jahren schon sehr gut und das Know-How von Salomon ist durch die vielen Jahren im Weltcup sehr hoch“.

Roli ist ab der Saison 2020/21 auf Salomon-Skiern unterwegs

Neben neuen Skiern gibt es auch wieder neue Trainer für die RTL-Gruppe mit Roli. Auf Benjamin Prantner und Reini Hohenwarter folgen Mike Pircher und Ferdinand Hirscher. Wie läuft es mit dem neuen Trainerteam? „Die letzten Monate waren gut und wir sind zusammen gewachsen. Es ist ein gutes und interessantes Arbeiten und es gibt viele neue Inputs. Es ist ja nicht mein erster Trainerwechsel. Wichtig ist immer auf seinen eigenen Stamm und die eigene Herangehensweise zu vertrauen und trotzdem Neues zuzulassen. Aber soweit läuft alles gut, das Training ist gut organisiert und die Trainer machen einen guten Job“.

 Neues Trainerteam: Mike Pircher und Ferdinand Hirscher kümmern sich seit heuer um das RTL-Team mit Roli.

Sölden mit guten Erinnerungen, aber ohne Fans

In Sölden konnte Roland sein bestes RTL-Ergebnis im Weltcup einfahren. Im Jahr 2015 erreichte er mit Platz 6 (ex aequo mit Felix Neureuther und Henrik Kristoffersen) sein erstes Top-Ten Ergebnis, sowie die erste Laufbestzeit im Weltcup. Im letzten Jahr ging es mit Nr. 53 im 1. Durchgang auf Platz 30 und dann mit zweitbester Laufzeit nach vorne auf Platz 19. Freut man sich mit diesen Erinnerungen noch mehr auf Sölden? Roli: „Grundsätzlich hat es bei mir in Sölden, egal ob im Training oder Rennen, oft sehr gut gepasst. Trotz der guten Resultate ist mir der große Wurf noch nicht gelungen, aber Sölden kommt mir sicher entgegen. Ich fahre positiv nach Sölden".
Mit welchem Ziel? „Das wichtigste ist die Läufe aggressiv zu gestalten. Ziel ist sicherlich Richtung der Top-Ten zu fahren. Am Ende will ich alles geben und dann passt das Resultat am Ende hoffentlich auch".

Nach ca. 50 Schnee-Trainings geht es am Sonntag in Sölden um Punkte. Ziel ist "Richtung Top-Ten" zu fahren.

Leider findet das Rennen in Sölden ohne Fans, also auch ohne den Leitinger Fanclub, statt. Wie wirkt sich das aus? Roli: „Stimmungstechnisch gibt es sicher einen Unterschied. Sölden ist immer bekannt für eine sehr gute Stimmung. Heuer wird es viel ruhiger sein, was auch ein kleiner Vorteil sein kann. Aber die Stimmung im Ziel wird uns sicher enorm fehlen. Auf der Strecke selbst wird sich nicht so viel ändern. Der Hang ist der selbe. Wir werden versuchen gute Fernseherbilder in die Welt rauszuschicken und uns auf die neue Situation einstellen.“

 

Was ist das Saisonziel für heuer?

Roland Leitinger: „Kurzfristig ist dies sicher wieder in die Top-15 mit der Startnummer zu kommen. Das wichtigste Einzelrennen ist sicher die WM in Cortina d‘ Ampezzo. Ziel ist dort gut zu performen. Aber bis dahin stehen noch viele Weltcuprennen an. Ich will die nächsten Schritte machen und mehr Punkte sammeln als in der letzten Saison. Das mittelfristige bzw. langfristige Ziel ist sicherlich um die Top-Platzierungen mitzufahren und den Abstand zur Weltspitze zu verkleinern. Das ist der Anspruch, den ich auch an mich selbst stelle. Da hat in den letzten Jahren noch etwas gefehlt.“

 

Wir, als Fanclub, wünschen Roli für da morgige Rennen in Sölden und die ganzen Saison natürlich alles alles Gute und viel Erfolg

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