25.12.2019

Erstes Weltcup Podium kurz vor Weihnachten

Erstes WC-Podium für Roli Leitinger:
Platz 3 beim Parallel-RTL in Alta Badia (am Foto mit Freundin Simone)

 

Schwierige letzte Saison

Sehr zäh verlief die Comebacksaison 2018/19 für Roland Leitinger. Immer wieder Probleme mit dem operierten Knie und zu viele Fehler waren es schlussendlich, wodurch Roli am Ende aus den Top 30 fiel. In der ganzen Saison konnte er nur 19 Weltcup-Punkte (23. Platz im RTL von Alta Badia und Val d Isere, 28. Platz Parallel-RTL Alta Badia) sammeln. Er durfte dennoch bei der Ski-WM in Aare (SWE) an den Start gehen, wo er im 2. Durchgang leider ausschied. Am Ende der Saison konnte er sich den österreichischen Staatsmeistertitel im RTL sichern und gewann die italienische RTL-Meisterschaft. Dadurch gab es noch eine Verbesserung der FIS-Punkte und es in Sölden im Oktober 2019 noch ein paar Startnummern nach vorne geht. So kann man die durchwachsene letzte Saison zusammenfassen.

Arthroskopie im Mai und neues Trainerteam

Im Mai 2019 hat er sich einer Arthroskopie am rechten Knie unterzogen. Nach der Operation im Jänner 2018 habe es Vernarbungsgewebe gegeben, "und generell ein bissel wenig Platz für das Kreuzband in der Streckung", erklärte Roland damals. Das habe er beheben wollen, "um in der nächsten Saison einfach nicht mehr solche Probleme zu haben".
Beim Überseetraining in Ushuaia (ARG) zeigte dieser Eingriff bereits positive Wirkung und Roli konnte wieder „befreiter“ Skifahren. Seit dieser Saison arbeitet die Weltcup-Gruppe RTL, der Roli angehört, mit Benjamin Prantner und Reini Hohenwarter mit einem neuen Trainerteam zusammen. Matthias Tangl übernahm nach drei Jahren Pause wieder die Aufgaben als Rolands Servicemann.

Neues Trainerteam für die ÖSV-WC-RTL Gruppe mit Roli Leitinger:
Benjamin Prantner (l) und Reini Hohenwarter (r) Fotos: ÖSV

Drei mal Weltcup-Punkte zu Saisonbeginn

Der erste RTL der Saison konnte nach zwei Jahren Pause wieder in Sölden durchgeführt werden. Roli startet mit der Nummer 53 und konnte sich als 30 bester des 1. Durchgangs mit der höchsten Nummer (zweithöchste Nr. 40) für das Finale qualifizieren. Eine gute Leistung, ist es doch in Sölden traditionell sehr schwer mit einer hohen Nummer im Finaldurchgang dabei zu sein. Im Finale ging es mit der zweitbesten Laufzeit noch nach vorne auf Platz 19, das beste Ergebnis seit fast zwei Jahren.
Beim zweiten RTL in Beaver Creek gab es als 21 (Halbzeit Platz 18 – mit Nummer 46) wieder Punkte. Nach der Absage von Val d‘Isere (Nachtrag = Heimrennen in Hinterstoder am 1. März 2020) war der "Riese von Alta Badia" das Rennen Nummer 3 der Saison. Nach Platz 20 im ersten Durchgang war Roland drauf und dran am Ende einen Top-Ten Platz einzufahren. Doch ein Fehler kurz nach der letzten Zwischenzeit an der blödesten Stelle (kurz vorm Flachen) kostet viel Zeit und so gab es in der Schlussabrechnung Platz 23 und viel Frust bei Roli.

Platz 19, 21 und 23 bei den Weltcup-RTL zu Beginn der Saison

Erstes Weltcup-Podium als Weihnachtsgeschenk

Doch tags drauf sollte alles besser werden: Es stand der Parallel-RTL am Schlusshang der Gran Risa an und Roland hatte von Beginn an einen guten Zug am Ski. Im ersten Quali-Lauf auf dem blauen Kurs fuhr er Laufbestzeit. Auch wenn der zweite Lauf (roter Kurs) nicht ganz ideal gelang, reihte er sich am Ende als Quali-Fünfter im Spitzenfeld ein.
Beim Hauptbewerb am Abend gings in der Tonart weiter. Roli fuhr gleich im ersten Lauf gegen Beaver-Creek Sieger Thommy Ford mit 20,47 die Tagesbestzeit und eliminierte den US-Amerikaner nach zwei Läufen. Ab dem 1/8-Finale gab es nur noch einen Lauf und durch Siege gegen Doppel-Juniorenweltmeister River Radamus (USA) und dem Weltcup-Gesamtführenden Henrik Kristoffersen (NOR) stand Roli im Halbfinale. Dort unterlag er dem späteren Sieger Rasmus Windingstad (NOR) nach einem Torfehler (zu gerade am letzten Übergang). Das kleine Finale gegen Leif-Kristian Nestvold Haugen (NOR) dominierte Roli von Beginn an und somit sicherte er sich am 23. Dezember 2019 das erste Weltcup-Podium seiner Karriere.

Roland Leitinger nach dem Rennen: „Es ist eine geniale Sache. Ich habe mit den Podestplatz heute schwer erkämpft und immer mehr und mehr Souveränität aufgebaut und es ich freue mich sehr, dass es heute so gut geklappt hat. Von Lauf zu Lauf bin ich noch sicherer geworden, schade dass ich im Halbfinale noch ein wenig zu viel riskiert habe, aber sei es wie es sei, es ist der erste Podestplatz im Weltcup und ich freue mich sehr.“


Roland lacht in Alta Badia erstmals vom WC-Stockerl - gemeinsam mit Stefan Luitz (GER) und Sieger Rasmus Windingstad (NOR) Foto: AP

Nach dem ersten Stockerlplatz gings für Roli und Freundin Simone heim ins neue Haus, wo beide am selben Tag noch einzogen. Der nächste RTL geht am 11. Jänner 2020 in Adelboden über die Bühne.

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