21.01.2021

Nach Covid-Erkrankung auf dem Weg zurück

Die Saison 2019/20 verlief lange verkorkst und nicht nach dem Wunsch von Nikolaus Leitinger. Gegen Ende der letzten Saison ging es dann erfreulicherweise deutlich besser. Zwei Top-20-Plätze (18. Martell MassStart 60, 16. Minsk Sprint) und ein Top-Ten-Ergebnis zum Abschluss (10. Platz Minsk Masstart 60) der IBU-Cup Saison machten Lust auf mehr.

Guten Sommer folgte nicht so ganz guter Herbst

Wie ist die Vorbereitung auf die neue Saison verlaufen?
Klausi: „Das Saisonende letztes Jahr war positiv und hat mich extrem motiviert. Auch die Sommervorbereitung ist wirklich gut gelaufen, auch wenn die Testwettkämpfe durchwachsene Ergebnisse brachten. Eine Woche verbrachte ich auch bei der Polizeiausbildung. Alles war gut soweit. Ende September und Anfang Oktober hatte ich dann kleine gesundheitliche Probleme und habe ca. zwei Wochen gebraucht wieder gut in Schuss zu kommen, was einen harten Herbst mit sich gebracht hat. Auch im November war noch nicht alles top. Im Dezember ist es aber dann von Tag zu Tag deutlich besser gegangen und ich war sehr positiv für den IBU-Cup-Auftakt Mitte Jänner."

Corona bringt IBU-Cup und
Klausis Plan durcheinander

Corona bedingt wurde der Biathlon-Kalender richtig durchgewürfelt. Die Weltcups finden oft an zwei Wochen hintereinander am gleichen Ort statt. Die 2. Liga – der IBU-Cup – wurde im Dezember gestrichen und startete erst letzte Woche, also Mitte Jänner, am Arber (Deutschland). Der Junior IBU-Cup wurde komplett aus dem Programm genommen. Was zur Folge hat, dass außer dem Weltcup bedauerlicherweise lange keine Rennen stattfinden konnten und bei vielen Athleten ausschließlich das Training den Alltag bildeten.


Doch Corona brachte nicht nur den IBU-Cup-Kalender durcheinander. Auch Klausi hat das Covid-Virus erwischt.

Und wie ging es dir während der Covid-Erkrankung?
„Obwohl wir Sportler besonders aufpassen, hat es mich Mitte Dezember leider erwischt. Vor allem zwei Tage waren wirklich hart. Atemtechnisch und körperlich fühlte ich mich brutal am Ende. Selbst das Stiegen steigen war hart und meine Challenge bestand darin vom Bett auf die Couch und wieder retour zu kommen. Die restlichen Tage fühlte ich mich einfach krank. Ich hab in der Zeit auch 5 Kilogramm verloren. Am 1. Jänner war es dann endlich wieder möglich eine Runde joggen zu gehen. Nach 30 Minuten gemütlich Laufen war es aber vorbei."

Seit Anfang Jänner ist Klausi wieder auf "den Bretten, welche die Welt bedeuten" unterwegs.

Es gehtwieder jeden Tag besser

Wie geht es dir aktuell??
„Es geht wieder jeden Tag besser. Aber natürlich braucht es wieder einen neuen Aufbau. Nach der ersten lockeren Joggingrunde am Neujahrstag konnte ich das Pensum jeden Tag steigern. Wir haben uns einen neuen Plan zurecht gelegt und diesen Montag (18.01) konnte ich die erste „scharfe Einheit“ machen. Es freut mich, dass es von Tag zu Tag bergauf geht."

Osrible-Sprint am 13. Februar als Ziel

Die Erkrankung hat natürlich Klausis Rennkalender nochmals komplett über den Haufen geworfen. Obwohl er seit Jänner wieder „im Training ist", war an einem Start beim IBU-Cup am Arber (11.-23. Jänner) nicht zu denken. Auch eine Teilnahme an der offenen Europameisterschaft in Duszniki Zdroj (POL/24-31. Jänner) ist unrealistisch bzw. macht auf Grund des Trainingsrückstands keinen Sinn.

Ab 13. Februar sehen wir Klausi hoffentlich wieder mit Startnummer am Schießplatz

Wie sieht der Plan für die nächsten Wochen aus?
„Es gilt den Trainingsplan weiterhin konsequent zu verfolgen um in eine Form zu kommen, wo Renneinsätze Sinn machen. Den IBU-Cup am Arber und die EM musste bzw. muss ich auslassen. Ich hoffe, dass wenn alles nach Plan läuft, meine Saison mit dem IBU-Cup-Sprint in Osrible (SVK) am 13. Februar beginnt. Sollte die Form am 13.2 noch keinen Sinn machen, muss ich das eventuell nochmals verschieben. Aber aktuell fühlt es sich so an, dass es ein realistisches Ziel ist. Dann plane ich die restlichen IBU-Cups in Osrible (13.-21. Februar) und in Ridnaun (ITA/10.-14. März) zu bestreiten. Und vielleicht kann ich, wenn alles gut läuft, am Ende der Saison noch in den Weltcup reinschnuppern. Aber dafür muss natürlich alles passen und es hängt halt vieles von den nächsten Wochen ab. Speziell wie es mir bei den harten Einheiten geht. Ich bin aber auf jeden Fall positiv und sehr motiviert“.

Und wenn der Plan nicht wie gewünscht funktionier?
„Wenn es gar nicht klappen soll, heißt muss ich halt die Saison abschreiben und werde allen in den nächsten Winter 2021/22 legen. Aber davon gehe ich jetzt einmal nicht aus.“

 

 

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